Anprangern, Abwandeln, Abschaffen – Das kritische Potenzial von Editorial Design

2019

Lara Kothe

Description

Im Projekt wird Editorial Design als eine kritische Praxis, somit als ausführende Tätigkeit mit Wirkungsintention determiniert. Weiter wird festgelegt, dass für eine gelingende Artikulation von Kritik der Aspekt der Autorschaft eine inhärente Bedingung darstellt. Demnach stehen unabhängige Druckerzeugnisse, denen die grafische Autorschaft immanent ist, im Zentrum des Interesses. Es wird der Standpunkt vertreten, dass neben der Sprache nicht minder «Visuelles» einen Einfluss ausübt bei der Produktion gesellschaftlicher Macht- und Subjektkonstruktionen. Formal-/diskursanalytische Methoden und theoretische Rahmungen sollen helfen, die Rolle von diesen Medien und der gestalterischen Autor*innen in dem Prozess der visuellen kritischen Artikulation o en zu legen. Im Fokus stehen Funktionen der kritischen Narrative, eine Typologie dieser «Erzählungen» sowie der jeweilige soziale, und politische Kontext. Sprich: Wie äussert sich Kritik im Visuellen? Um eine möglichst umfassende Theoriebildung zu gewährleisten, wird ein Korpus gewählt, der eine längere Zeitspanne abdeckt. Er setzt sich aus unabhängigen Druckerzeugnissen zusammen, die im Kontext verschiedener gesellschaftlicher Vorkommnisse entstanden sind. Aufgrund der Bedingung, dass für die Untersuchung das Bewusstsein um kulturelle Begebenheiten verpflichtend ist, wird die Auswahl auf den deutschsprachigen Raum begrenzt. Ziel ist es, durch Analyse der Gestaltungsstrategien/Wirkungsintentionen, Designproduzent*innen und -rezipient*innen zu einem reflektierten Umgang mit kritisch zu betrachtendem Material zu befähigen. Zudem leistet das Projekt einen Bestandteil der Theoriebildung über die Herstellung von kritischen Narrativen im Editorial Design und trägt so zu dem Verständnis um Editorial Design als eine kritische Praxis bei.

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